Das steht fest:
"Beim Umgang mit geistigen Getränken braucht man mehr
als Rechenkünste, bauchige Flaschen oder blauschwarze Krammetsbeeren.
Unsere Branche erfordert des ganzen Menschen Fleiß und Ausdauer,
Lauterkeit und Redlichkeit und vor allem jenen Reichtum an Ideen,
wie er schöpferischen Kräften eigen sein muss."
Mit diesen guten Eigenschaften und voller Unternehmensgeist - sonst
aber nur mit einem Schinkenbrot in der Tasche - wanderte 1850
der Gründer unserer Firma, August Krämer, vom Siegerländer
Hof Stöcken in die alte, wieder aufstrebende Hansestadt Dortmund.
Mit 3000 runden goldenen Talern, die sein Bruder kreditierte, legte
er 1863 den Grundstein zu der Brennerei und Likörfabrik,
die die älteste und größte im Dortmunder Raume werden
sollte.
Besseres zu machen und das Beste zu bieten, war vom ersten Tage
an sein Grundrezept.
Eine Flasche nach der anderen verließ die Likörfabrik
am Schwanenwall und so entstand 1906 die Kornbrennerei
in Holthausen am Dortmund-Ems-Kanal. Ein Segen, daß er neben
drei helfenden Töchtern auch drei aufgeschlossene Söhne
hatte, die um die Jahrhundertwende das Werk in die Hände nahmen.
Die dritte Generation mit August Karl Krämer und Hermann Krämer
war seit der Jugend mit dem Geschäft verbunden. Die Krise um
1930 mit ihrer großen Arbeitslosigkeit brachte
erneut die Entwicklung ins Stocken. Aber wieder hielten hervorragende
Qualität, treue Kunden, Umsicht und Tatkraft das Unternehmen
hoch.
Der zweite Weltkrieg hatte 1945 beide Betriebe
der Familie Krämer bis auf die Grundmauern zerstört. Wie
einst der Gründer standen jetzt die Enkel vor einem neuen Anfang.
Der Wiederaufbau der Betriebe wurde mit großem persönlichen
Einsatz und mit unermüdlicher Kraft bewältigt.
Das Vertrauen in den Namen Krämer blieb.
Heute führt Hans-Hermann Krämer nunmehr in der vierten
Generation die Tradition des qualitätsbewußten Kornbrennens
fort. Auch er bindet das Unternehmen an die bisherigen Prinzipien
und bemüht sich dennoch um die Pflege des Zeitgeistes.
Im Jahr 2004 bauen seine Frau Carmen Krämer und er die alten
Lagerräume am Schwanenwall wieder auf und erweitern diese um
eine Kräuterkammer und einen Verkaufsraum.
Zugleich verwirklichen sie die Idee einer Schokolaterie und erweitern
so die Auswahl an Dortmunder Köstlichkeiten. |